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Ab Montag, 30.03.2020 finden die TÜV Termine wieder wie gewohnt statt:

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Service-Tipps

An die Reifen – fertig – los

Osterzeit ­ – Reifenwechselzeit. Wer seine Sommerreifen vom vergangenen Jahr ummontieren oder aufziehen lassen kann, geht das entspannt an. Sind diese aber abgefahren, steht ein Neukauf an. Worauf ist dabei zu achten?

 

Bei den vom ADAC getesteten Sommerreifen schnitten die meisten mit „gut“ oder „befriedigend“ ab. Bild: Continental

Bei den vom ADAC getesteten Sommerreifen schnitten die meisten mit „gut“ oder „befriedigend“ ab. Bild: Continental

Das Angebot an Sommerreifen ist groß. Bei einem Test des ADAC schnitt der überwiegende Teil der 32 Kandidaten in zwei Größen mit „gut“ oder „befriedigend“ ab. Nur je einmal gab es ein „ausreichend“ und die Note „mangelhaft“. Geprüft wurde in zwei Größen, einer für Kompakt- und einer für Mittelklassemodelle. Besonders empfehlenswert in der kleineren Dimension (205/55 R16) sind der Continental Premium Contact 6, der Semperit Speed-Life 3 und der Bridgestone Turanza T005, die auf Nässe sowie bei Trockenheit gute Traktion liefern und zudem bei Geräuschentwicklung sowie Verschleiß überzeugen. Beim Verschleiß zeigt der Goodyear EfficientGrip Performance 2 eine beeindruckende Laufleistung von über 55.000 Kilometern – und hält damit doppelt so lange wie der in dieser Kategorie schlechteste Reifen.

Gleiches Produktionsdatum
In der Größe 225/50 R17 landen vier Reifen an der Spitze: Die vier mit „gut“ bewerteten Modelle Falken Azenis, Continental Premium Contact 6, Kumho Ecsta PS71 und Bridgestone Turanza zeichnen sich durch Allroundqualitäten und guten Werten in allen Teildisziplinen aus. Am Ende des Kandidatenfelds platziert sich der Firestone Roadhawk, der aufgrund schlechter Bremswerte auf Nässe laut ADAC nicht empfehlenswert ist.  Die Tester empfehlen, beim Reifenkauf darauf zu achten, dass alle vier Reifen das gleiche Produktionsdatum und damit den gleichen technischen Stand haben.

Tipp: Grundsätzlich empfiehlt sich, die Preise für den gewählten Reifen bei mehreren Händlern zu vergleichen. Vor allem ein Blick auf Zweitmarken kann sich lohnen. Wer eher wenig Strecke macht, kann ruhig auf die günstigeren Modelle zurückgreifen. Bei Vielfahrern hingegen kann sich ein höherer Anschaffungspreis durch niedrige Verschleißkosten ausgleichen.

Neues Reifenlabel
Ab dem 1. Mai 2021 gibt es übrigens ein neues EU-Reifenlabel, das Verbrauchern noch umfassender über ausgewählte Reifeneigenschaften informieren soll. Dazu wurden die Labelklassen der Rollwiderstands- und Nassbremswerte neu geordnet; die Geräuscheinstufung wird nun mit der Dezibel-Angabe und den Buchstaben A, B oder C klassifiziert. Käufer können sich zusätzlich die individuellen Reifendaten über einen QR-Code aus einer EU-Datenbank herunterladen. Neu sind auch zwei Signets, die angeben, ob es sich um einen Winterreifen mit geprüfter Schneehaftung nach der EU-Typgenehmigung mit dem Schneeflockensymbol auf der Seitenwand oder auch einen unbespikten Reifen mit Haftung auf Eis nach einem neuen ISO-Standard handelt.

Spart Sprit und schont die Umwelt
Mit dem neuen EU-Reifenlabel können sich Verbraucher für kraftstoffeffizientere Reifen entscheiden und erhalten gleichzeitig Informationen über Bremswege. Die Entscheidung zugunsten rollwiderstandsarmer Reifen kann zu deutlichen Einsparungen bei den Ausgaben für Kraftstoffe und zu geringeren Emissionen führen. Die Verkehrssicherheit wird durch die klare Information über die Haftung bei Nässe erhöht, während die Informationen zum Vorbeifahrgeräusch dazu beitragen sollen, die von Fahrzeugen verursachte Lärmbelastung zu verringern.